Viel Energie und große Show: Bring Me The Horizon in Frankfurt


Bring Me The Horizon / BMTH / Jahrhunderthalle Frankfurt 2016
(Bild: Steffie Wunderl Wunderl Fotografie)

Seit der Veröffentlichung von „That’s The Spirit“(VÖ 11/2015) sind Bring Me The Horizon quasi nonstop auf Tournee. In Deutschland geht es dabei nun schon in die dritte Runde von Konzerten, denn auch hier können die Fans nicht genug von Oliver Sykes und Co. bekommen. Im Gegensatz zu den Konzerten 2015 ist die Jahrhunderthalle nicht ganz ausverkauft, viel fehlt aber auch an diesem Abend nicht.

Basement dürfen bereits auf einen gut gefüllten Zuschauerbereich blicken, als sie pünktlich den Abend eröffnen. Die Musiker aus Ipswich, England legen mit viel Energie los, der Funken zum Publikum springt allerdings nicht so wirklich über. Es fehlt einfach an dem gewissen Wiedererkennungswert, der sie aus der Masse heraus heben würde. Schade.

Bildergalerie: So war BASEMENT live

Ganz anders wird es dann schon bei While She Sleeps, die die Halle vom ersten Ton an zum Kochen bringen. Die Entwicklung der Musiker aus Sheffield zu beobachten, ist mehr als faszinierend. Ihre Bühnenpräsenz und Energie war schon immer begeisternd und das ist auch an diesem Abend gegeben. Die Geschwindigkeit auf der Bühne wird vom Publikum mit Mosh- und Circle Pits beantwortet, wodurch sich Fans und Musiker gegenseitig immer weiter hoch schaukeln. Dass inzwischen auch optisch mit ansehnlicher Lichtshow gearbeitet wird, ist eigentlich nur noch das i-Tüpfelchen. Jetzt kann man den Jungs eigentlich nur noch den Sprung zu den eigenen großen Headliner Shows wünschen – das Zeug dazu haben sie allemal!

Bildergalerie: So war WHILE SHE SLEEPS live

Als dann das Intro von „Happy Song“ erklingt und zum ersten Mal Konfettiregen auf das Publikum regnet, ist endgültig kein Halten mehr. Während sich in den ersten Reihen begeisterte Mädels gegenseitig zu neuen Kreisch-Höhen anstacheln, wird die Mitte des Innenraums von einem großen Moshpit dominiert, der sich gelegentlich für einen Circle Pit öffnet oder auf Wunsch auch zu einer Wall Of Death umformiert.

Das Bühnenbild ist seit dem Torbeginn vor über einem Jahr noch imposanter geworden, so dass Jordan Fish (Keyboard / Percussion) und Matt Nicholls (Schlagzeug) in luftigen Höhen thronen und damit die LED Leinwand in der Mitte der Bühne erweitert wurde. Auch Oliver Sykes (Gesang), Lee Malia (Gitarre), Matt Kean (Bass) und Tour-Gitarrist John Jones nutzen die zusätzliche Bewegungsfreiheit gern. So schaffen die Musiker großartige Bilder, bei denen sie zumeist als Silhouetten im Gesamtbild verschwinden.

Bildergalerie: So war BRING ME THE HORIZON live

So gehen Band und Publikum in der Musik auf, die in guter Mischung die gesamte Diskografie der Jungs aus Sheffield umfasst. Kleinere Videointros geben dabei immer wieder die nötige Zeit um auch Luft holen zu können, denn abgesehen von kleineren Ansagen seitens Oli beschränken sich die Pausen zwischen den Songs sonst auf ein Minimum. Der ist zum Anfang des Konzerts bei erstaunlich guter Stimme und droht lediglich in der Konzertmitte gelegentlich mit Heiserkeit zu schwächeln. Doch wenn Olis Stimme weg bleibt, springen sofort die Fans für ihn in die Bresche und zeigen, wie textsicher sie sind.

So verfliegen 90 Minuten förmlich und der Abend findet mit „Drown“ seinen Abschluss. Genug haben die Fans allerdings noch lange nicht von Bring Me The Horizon, die Lust auf mehr beginnt schon mit der ausklingenden letzten Note.

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Setlist – Bring Me The Horizon – Frankfurt 2016

1. Happy Song
2. Go to Hell, for Heaven’s Sake
3. The House of Wolves
4. Avalanche
5. Shadow Moses
6. Chelsea Smile
7. Follow You
8. Sleepwalking
9. Doomed
10. Can You Feel My Heart
11. Antivist
12. Throne
Encore:
13. True Friends
14. Oh No
15. Drown