Musik mit Herz und Seele – James Morrison in Köln


James Morrison
(Bild: Steffie Wunderl Wunderl Fotografie)

Es scheint die Zeit der großen jungen Songwriter zu sein. Im Moment geben sie sich mit ihren Tourneen förmlich die Klinken in die Hand. Nach Hozier und James Bay ist nun James Morrison an der Reihe die Fans in der Domstadt zu verzaubern. Entsprechend zahlreich folgen sie seinem Ruf ins E-Werk, das an diesem Abend ausverkauft ist.

Doch zunächst gehört Kelvin Jones die Bühne. Lediglich in einen pinken Lichtkegel gehüllt, punktet er beim Publikum schon mit seiner Begrüßung in erstaunlich gutem Deutsch. Damit ist das Eis gebrochen und seine Musik spielt sich gekonnt in den Vordergrund. In einer Mischung aus eigenen Songs und gekonnten Coverversionen zieht er die Aufmerksamkeit auf sich. Kleine Anekdoten, zum Beispiel über seinen spontanen Besuch beim Echo, würzen das Gesamtpaket. Die Mischung aus Blues und Pop stimmt, seine Stimme ist so markant, dass er nicht in der Masse verschwindet. Das Publikum ist zufrieden.

Bildergalerie: So war KELVIN JONES live:

Dann ist es allerdings endlich an der Zeit für James Morrison. Vor allem von den ersten Reihen wird er stürmisch begrüßt. Die Herzen der Damen sind ihm an diesem Abend dem Kreischpegel nach definitiv schon vor der ersten Note sicher. Den Rest des Publikums lässt aber nicht lang auf sich warten. Kein Wunder, denn es stimmt einfach alles. James entfaltet sich gemeinsam mit seiner Band im Hintergrund in einem beeindruckenden Bühnenset, das von der Kreativität des Lichttechnikers lebt. Kein Song ist gleich ausgeleuchtet. Immer wieder begeistert das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten und schafft es vor allem den Charakter der Songs zu unterstreichen. Schade ist eigentlich nur, dass James in der bunten Lichtwelt verschwindet sobald er seinen Platz am Mikrofon verlässt. Auch die Kollegen am Mischpult machen schlichtweg alles richtig, so dass der Sound von der ersten bis zur letzten Reihe schlichtweg perfekt ist. Bei so viel technischer Perfektion steht einem hervorragenden Konzert nichts mehr im Wege. Und dafür gibt James gemeinsam mit seiner Band einfach alles.

Bildergalerie: So war JAMES MORRISON live:

Die Setlist ist ausgewogen und damit die Stimmung gut. James rockt, begeistert mit seiner rauen Stimme, sorgt für Gefühl und vergisst nie das Publikum einzubinden. So ist Gänsehaut vorprogrammiert und spätestens als die Zuschauer „Broken Strings“ allein übernehmen bleiben viele Augen nicht trocken. So geht ein rundum perfekter Abend nach gut anderthalb Stunden Spielzeit mal wieder viel zu schnell zu Ende. Zurück bleiben rundum zufriedene Fans und die Erinnerung an ein herausragendes Konzerterlebnis. Chapeau an die Technik. Und natürlich Chapeau James!

Setlist James Morrison

1. Under the Influence
2. Nothing Ever Hurt Like You
3. I Won’t Let You Go
4. Stay Like This
5. Something Right
6. Wonderful World
7. The Letter
8. Demons
9. Slave to the Music
10. Easy Love
11. If You Don’t Wanna Love Me
12. Broken Strings
13. I Need You Tonight
14. Call the Police

Danke an:
Steffie Wunderl (Fotos und Text) | Steffie Wunderl Fotografie