Ruhrpott Metal Meeting 2016 – Tag 1: So war der Freitag


Ruhrpott Metal Meeting 2017 / Turbinenhalle Oberhausen
(Bild: stagr / Katja Borns)

Echtes Festival-Feeling im Advent gibt es nicht? Denkste! Komma innen Pott, da gibbet ordentlich watt uffe Umme! Im zweiten Jahr öffnete die Turbinenhalle in Oberhausen am ersten Dezemberwochenende ihre Pforten für das Ruhrpott Metal Meeting. Getreu dem Festival-Motto „Stahl liegt in der Luft“, ließen es circa zweitausend Metalheads schon am Freitag ordentlich krachen.

Nailed to Obscurity gaben sich als Opener die Ehre. Leider nur vor wenig Publikum, da Einlassbeginn und Spielstart der Esenser Death Metaller auf die selbe Uhrzeit fielen. An dieser Stelle sollte die Orga etwas nachbessern.

Vom hohen Norden ging es dann zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Izegrim, die vor ein paar Wochen schon mit der hannoveraner Band Cripper in Deutschland auf Tour waren, heizten der mittlerweile halbvolle Turbinenhalle ordentlich ein. Dabei zeigte sich die die Truppe um Frontfrau und Bassistin Marloes wie gewohnt dynamisch und nah am Publikum. Zum Ende des halbstündigen Sets hatte sich auch der Eingangsstau zugunsten einer nun fast vollen Halle aufgelöst. Gitarrist Jeroen fasste den Auftritt im Anschluss treffend zusammen:“Wir machen Musik, weil es Spass macht!“ – Wir sagen: Stimmt!

UNEARTH

Mit Unearth startete dann um halb Acht der MTV Headbangers Ball. Die namensgebende TV-Show gehörte nach seiner Erstausstrahlung Ende der 80er zu den erfolgreichen Formaten des Musiksender und wurde in den USA acht und in Europa sechs Jahre im Hauptprogramm ausgestrahlt. Die fünf Metalcorer von Unearth aus Massachusetts gaben ab dem ersten Song Vollgas und verwandelten die Bühne im positiven Sinne in eine große Hüpfburg. Was den Sound anging, gab es in der Turbinenhalle noch „Luft nach oben“, was sich leider durch die gesamte Headbangers Ball Show zog.

Bildergalerie: So war UNEARTH live

KATALYSM

Als zweiter MTV-Show-Act stiegen Katalysm auf die Bühne. Die Kanadier überzeugten sowohl mit Ihrer Songauswahl als auch mit einer soliden Show. Neben Klassikern wie „Taking the world by Storm“ vom Album Prevail gab es für die Oberhausener Metal-Heads in der mittlerweile vollen Turbinenhalle auch viele neue Songs auf die Ohren.

Bildergalerie: So war KATALYSM live

ENSIFERUM

Ensiferum setzten anschließend mit ihrer Mischung aus Folk- und Viking-Metal einen guten Kontrapunkt zum Death/Thrash Schwerpunkt des Abends. Mit ihrer energiegeladenen Show hatten die fünf Finnen die Turbinenhalle fest im Griff und lieferten einen gewohnt guten Gig mit einer passenden Mischung aus ihrem Song-Repertoire.

Bildergalerie: So war ENSIFERUM live

ICED EARTH

Headliner des Abends waren Iced Earth. Die Fünf amerikanischen Power-Metaller zeigten durch die Bank eine gute Bühnenpräsenz, konnten die Besucher aber nicht so fesseln, wie Ensiferum, Katalysm oder Unearth, was nicht zuletzt an der Auswahl der Songs und dem schlechten Sound lag. Ziemlich genau um 00:00 Uhr beendete die Band um Jon Schaffer mit dem Klassiker „Watching Over Me“ und ohne anschließende Zugabe den Headbangers Ball und somit auch den ersten Abend beim Ruhrpott Metal Meeting 2016.

Alles in allem ein guter Auftakt für das noch junge Festival mit Hoffnung auf besseren Sound an Tag zwei.

Bildergalerie: So war ICE EARTH live

Danke an:
Katja Borns für Bilder und Text.