Roskilde Festival 2016: Der Abschied fällt schwer


Roskilde Festival 2016

Tiken Jah Fakoly hauen uns ihr Plus rien ne m’étonnes bereits zum Frühstück um 16.00 Uhr um die Ohren. Wir heben die Fäuste und tanzen mit der ganzen Arena Rootsreggae – Stand up for your rights ! Die beiden Backgroundsängerinnen geben die Moves vor. Feel Irie.

Bildergalerie: TIKEN JAH FAKOLY

Auf dem Weg über das Gelände fällt uns ein rotes geflochtenes Roskilde-Logo an einer Stange auf, das wir schon seit Jahren immer mal beobachtet haben. Wir sprechen den Träger an. Ein Deutscher aus dem sogenannten Camp Vienna (ein vor Jahren von einem Österreicher begründeter loser Haufen Roskildefans aus Deutschland und Österreich, die sich immer zu gemeinsamen Camp treffen). Dazu gesellt sich der norddeutsche Manfred „Manni“ Winkler. Den Autor des Buches „Wo Woodstock weiterlebt – 9 Jahre Roskilde“ haben wir vor 3 Jahren schon einmal gesprochen, als er im Caravancamp sein Buch verkaufte. Ein ungeschminkter Bericht über exzessive Aufenthalte seiner Roskildetruppe. Nun ist er auch member im Camp Vienna.

Mit Sturgill Simpson (US) erlebten wir die letzte Countryrunde. Tolle Bläsersätze ließ auch bei Nicht-Countryfreunden Begeisterung aufkommen. Über ein paar Umwege sind wir dann beim Abschluskonzert von Moe (DK) nochmal vorm Orange gelandet. Ziemlich poppig aber sehr symphatisch vorgetragen. Die Dänen gingen alle ab und haben sich über die vielen netten Interaktionen mit dem Publikum gefreut. Was bei den Red Hot Chili Peppers halt gefehlt hat. Nach dem Feuerwerk sind wir dann abgedreht. Mike Snow (SE) hat schön aufgedreht und alle seine Gassenhauer gebracht. Aber wir waren einfach durch mit Shows und versuchten vor dem LCD Soundsystem (US) auf der Matte zu liegen. Keine Chance. Es wummerte bis zum Sonnenaufgang. Die Augen offen.

Das freundliche Abschiedswinken und Lächeln der Volunteers verursacht jedes Jahr das vertraute mulmige Gefühl beim Verlassen des Camps. Ab jetzt wieder 360 Tage rückwärts zählen. Und dann sind wir wieder von lachenden Menschen umgeben. Weil wir selber lachen.

Danke an:
Marten Körner (Fotos) und Frank Schneider (Text)

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