Hip Hop hilft – »Rap4Good« in der Braunschweiger VW Halle – Teil 1


Rap4Good – Kool Savas
(Bild: stagr)

Braunschweig. Am Freitag Abend fand der Kick Off  für das Musik-Charity-Projekt RAP4Good statt. Und das im Rahmen des RTL-Spendenmarathon und des 10-jährigen Jubiläums der United Kids Foundations (Kinderhilfs-Netzwerk der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg), die sich gegen Kinderarmut stark macht. Die Idee hinter RAP4GOOD ist einfach: Kindern und Jugendlichen mit Hip Hop zu helfen. Rapper und andere Persönlichkeiten werden als Coaches fungieren, bundesweit Workshops organisieren und Talenten fördern. 3.000 Rap- und Hip Hop-begeisterte Zuschauer pilgerten für das vier-stündige Mini-Festival in die Volkswagen Halle Braunschweig.

Insgesamt wurden an diesem Abend 150.000 € für die United Kids Foundations gesammelt. Diese Spende setzt die United Kids Foundations für ihr Projekt „Hauptschul-Power“ ein, bei dem talentierte und finanziell benachteiligte Kids in den Hauptschulen der Region unterstützt werden. Schirmherr Steffen Krollmann lüftet, dass sich bereits 50 Klassen beworben hätten.

Kool Savas: „Ich bin sprachlos, so ein hohes Spendenergebnis hätte ich nicht erwartet. Ich danke den regionalen Partnern des Kindernetzwerkes United Kids Foundations für die tolle Unterstützung. Außerdem möchte ich mich bei allen RAP-resentern von RAP4GOOD bedanken, die für diesen Projekt-Start alle auf ihre Gage verzichtet haben. Und natürlich möchte ich allen Fans danken, die an dem Abend vor Ort waren und uns mit ihrem Ticketkauf unterstützt haben. Ich hoffe wir konnten damit für Hauptschul-Power einen großen Charity-Baustein in der BraWo-Region legen.“

Volksbank BraWo-Chef Jürgen Brinkmann verlieht Kool Savas für sein Engagement mit RAP4GOOD den United Kids Foundations-Ehrenaward. 

Hier geht’s zum Bericht:
„Hip-Hop hilft – »Rap4Good« in der Braunschweiger VW Halle – Teil 2“

VISA VIE

Durch den Abend führt Visa Vie, die blonde Moderatorin, die große Jubelstürme erntet, sobald sie die Bühne betritt. 2006 begann die Berlinerin zu rappen und veröffentlichte später ihr Debütalbum „Die neun Todsünden“. Daneben moderierte sie für den Berliner Radiosender Kiss FM. Zwischen 2010 und 2015 sah man sie als Moderatorin des Online-Rapmagazins 16bars.de und seit Anfang November zeigt sie sich auf ihrem eigenen YouTube-Channel – unbedingt mal reinschauen!

38FMA

In einer heißen Bewerbungsphase für den Lokal-Support von RAP4GOOD, hat sich am Ende die Wolfsburger RAP-Crew 38MFA mit 1.645 Fan-Votes als RAP-resenter für das BraWo-Land ausgezeichnet. Ihre Verbundenheit zur Region signalisieren sie auch im Bandnamen, mit der Zahl 38 (Anfangs-Postleitzahl der Region Braunschweig-Wolfsburg). Die Musiker wollen nicht nur ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, sondern auch den „ihrer“ Stadt. Beides haben die drei Rapper eindeutig erreicht.

Bildergalerie: So war 38FMA live

MONTEZ

Bereits in jungen Jahren brachte Montez viele Texte zu Papier. Zusammen mit Freunden trat auf kleineren Jams in Jugendzentren auf.
Mit seinem ersten Mixtape „Punshlines eine Melankholikers“ sorgte der damals erst 15-jährige Montez für Aufsehen. Dann entschied er Newcomer-Contests für sich und gewann den ersten Album-Deal und später ging es als Support von Kool Savas für ihn auf Tour. Sein neues Album „Für immer und eh weg“ ist seit kurzem auf den Markt erhältlich.

Mehr Infos unter: www.ueber-die-grenze.de oder auf Facebook

Bildergalerie: So war MONTEZ live

LAAS UNLTD

Der Wahl-Berliner Rapper hat schon mit 15 Jahren auf Hip Hop-Jams sein Können bewiesen. So wurde er auch direkt entdeckt. Er veröffentlichte mit anderen Rappern einige EPs und im Jahr 2007 kam dann sein Debütalbum „Laas Unltd. Begins!“ heraus. Es folgten weitere fünf Studioalben, das letzte im Jahr 2014, das sich auch in den deutschen Albumcharts halten konnte. Für 2016 hat Laas Unltd sein neustes Werk angekündigt: „Daemon“ (jetzt bei Amazon vorbestellen!). Wir sind gespannt!

Mehr Infos unter: www.laasunltd.de oder auf Facebook

Bildergalerie: So war LAAS UNLTD live

RAF CAMORA / RAF 3.0

Schon als 14-jähriger rappte er das erste Mal. Mit 15 Jahren lief er von zuhause weg und verbrachte ein Jahr auf der Straße. In dieser Zeit wurde er in der österreichischen Rapszene bekannt. Damals rappte er ausschließlich auf Französisch. Mittlerweile lebt RAF Camora (oder auch RAF 3.0) in Berlin. Vierzehn Alben, EPS und Mixtapes hat der 31-jährige nun schon vorzuweisen. Im Mai 2014 wurde er dann sogar mit dem Amadeus Award in der Kategorie „HipHop / R’n’B“ ausgezeichnet.

Mehr Infos unter: www.indipendenza.de oder auf Facebook

Bildergalerie: So war RAF CAMORA / RAF 3.0 live

CURSE

Der ehemalige Außenseiter Curse war früher energisch, seine erzählerische Dichte und der düstere, extrem persönliche Stil prägten Generationen von Rappern. Sein aktuelles Album „Uns“ hat nun weniger Attitüde, mehr Klarheit, dafür noch mehr Präsenz. Emotionale Strophen enden mit buchstäblichen Pauken und Trompeten im Refrain. Curse steht für eine regelrechte musikalische und emotionale Achterbahnfahrt und dafür lieben ihn seine Fans.

Mehr Infos unter: www.curse.de oder auf Facebook

Bildergalerie: So war CURSE live

VEGA

Der deutsche Rapper aus Frankfurt ist Mitbegründer des Plattenlabels„Freunde von Niemand“ und hat italienische Wurzeln. Auch er begann früh mit seiner ersten EP, die er mit fünf Liedern ins Web stellte. „Ich kann hören was die Straße redet: König ohne Krone, guter Mann sagt die Gegend.“ Mit diesen Textzeilen aus Vegas 2009 erschienenem Debütalbum „Lieber bleib ich broke“, fasst der Frankfurter seinen musikalischen Erfolg perfekt zusammen. Mit seinem aktuellen Album „Kaos“ konnte sich Vega Anfang des Jahres auf dem ersten Platz der Albumcharts platzieren.

Mehr Infos unter: www.freunde-von-niemand.de oder auf Facebook

Bildergalerie: So war VEGA live